Dekarbonisierung und Energieeffizienz verursachen nicht zwangsläufig Mehrkosten. In vielen meiner Projekte entstehen Lösungen, die Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Gesamtkosten deutlich senken.

Einige Beispiele:


Wärmenetz: Kostensenkung um >100.000 €/a durch Betriebsoptimierung

Eine Analyse der einzelnen Wärmeerzeuger ergab, dass das Grundlast-Heizwerk (Biomasse) deutlich weniger arbeitet als möglich. Stattdessen fordert die Regelung immer wieder den Spitzenlastkessel an; außerdem kommt im Sommer ein Biogas-BHKW zum Einsatz, das aufgrund der eigenen PV-Anlage und zunehmend schlechterer Einspeisebedingungen unwirtschaftlich arbeitet. Die Betriebsoptimierung ermöglicht eine deutliche Verschiebung von Spitzenlastkessel und BHKW zur Biomasse, was mit einer  entsprechenden Kostenreduktion einher geht. 


Abwärme: Einmalige Kosten 150.000 € / jährlicher Nutzen 75.000 €/a 

Der Stromeinsatz für Druckluftanlagen kann zu mindestens drei Vierteln als Wärme genutzt werden. Aber was tun, wenn gar keine Wärme benötigt wird? Ideal, wenn der benachbarte Industriebetrieb ganzjährig Wärme benötigt. Die Investitionskosten für die Wärmerückgewinnung liegen unterhalb von 150.000 €, dafür können jährlich 3 GWh Abwärme mit 70°C geliefert und um 2,5 ct/kWh verkauft werden.


Eine Eishalle braucht keine Gasheizung.  

Für den Betrieb einer Eishalle ist während der gesamten Saison eine Kälteanlage in Betrieb. Die Abwärme wird abgeführt, gleichzeitig wird eine Gastherme für die Beheizung von Gastro und Garderoben, sowie dem Warmwasserbedarf (Duschen) betrieben. Das ist schlicht nicht erforderlich: Nach einigen wenigen Effizienzmaßnahmen reicht die Abwärme aus, um die erforderliche Wärme einzubringen. Da die in die Jahre gekommenen Kälteanlage ohnehin erneuert werden muss, fallen nur geringe Mehrkosten von ca. 40000 € an - dafür werden Erdgaskosten von ca. 60000 € eliminiert, bzw. durch Stromkosten (für das höhere erforderliche Temperaturniveau) von ca. 20000 €/a ersetzt. Jahr für Jahr.